Datendiebstahl verhindern mit dem Kill Switch am Smartphone

find_heroBis zu 26.000 Mobiltelefone werden jährlich in Österreich gestohlen. Aus diesem Grund hat das österreichische Innenministerium gemeinsam mit den größten heimischen Mobilfunkbetreibern (A1, T-Mobile, 3) die Awarenessaktion ”Schützen Sie Ihr Handy” gestartet. Im Rahmen einer Kampagne sollen Smartphone-Besitzer dazu gebracht werden, die sogenannte ”Kill Switch-Funktion” auf ihrem Gerät zu aktivieren.

Mit der sogenannten Kill Switch-Funktion kann man gestohlene SmartPhones aus der Ferne über das Internet  sperren. Apple bietet seit langem diese Möglichkeit mit dem iCloud-Service “Mein iPhone suchen” an. Andere technische Möglichkeiten, wie etwa die Sperre der IMEI-Nummer (Geräte-Nummer) ist laut Innenministerium nicht mehr geplant, da zu umständlich und zu langsam. Die Chefs der Mobilfunkanbieter versicherten im Rahmen eines gemeinsamen Presseauftritt mit der Ministerin, dass sich Kunden in ihren Handy-Shops oder auch telefonisch beim Support über die Kill Switch-Funktion informieren können.

Ello – eine echte Alternative zu Facebook?

BN-ES961_ello09_G_20140926161348Keine Anzeigen, keine Klarnamenpflicht, kein Pornoverbot – und vor allem keine Werbung. Ello präsentiert sich anders als die großen sozialen Netzwerke. Der Marktführer Facebook stellt bekannterweise ab sofort seine Nutzerdaten auch Werbetreibenden auch außerhalb des eigenen Netzwerks zur Verfügung. Atlas nennt sich die dazugehörige Plattform. Dort kann zum Beispiel der Hersteller eines Energy Drinks gezielt nach jungen Menschen suchen, die auf bestimmte Sportarten stehen. Diesen Menschen wird dann Werbung zielgruppengerecht präsentiert, etwa in Sport-Apps, Blogs oder auf Websites.

Der größte Vorteil von Ello in diesem Zusammenhang: Es ist werbefrei. Es gibt keine Anzeigen, dafür aber viel viel Platz, um beispielsweise eigene Fotos zu posten. Ello wirkt sauber aufgeräumt aber auch sehr übersichtlich was den Umfang der Inhalte betrifft. Dies liegt aber sicher auch daran, dass Ello bislang nur spärlich bevölkert ist.

Die Ello-Macher wollen zukünftig mit optionalen kostenpflichtigen Zusatzfunktionen Geld verdienen. Beispielsweise sollen spezielle Funktionen angeboten werden, für die einige der Nutzer dann hoffentlich gewillt sich etwas Geld zu bezahlen.

Update: 15.12.2014: Seit heute bin ich drin, mal sehen wie sich dieses Netzwerk entwickelt https://ello.co/michaelmrak

Wire – Ein sehr vielversprechender neuer Messenger aus der Schweiz

WhatsApp stellt in Sachen Privacy ja nicht gerade ein Referenzprodukt dar. Erst vor einigen Monaten von Facebook erworben und auch sonst nicht gerade für die perfekte Datensicherheit bekannt nutze ich es aus einem einzigen Grund – weil es kein Messages für Android gibt.wireDieses Thema ist dem ehemalige Skype-Entwickler Jonathan Christensen scheinbar ebenfalls bewusst gewesen. Mit seiner Schweizer Firma Wire Swiss GmbH. entwickelte er einen neuen, die modernsten Technologien verwendenden, Messenger. “Wire” präsentiert sich in einer sehr schicken Oberfläche und ist als App für OS X, iOS und Android verfügbar. Demnächst soll “Wire” auch mit jedem modernen Browser verwendet werden können. Es verwendet das neue und offene WebRTC-Protokoll, um damit jeweils optimale Direktverbindungen zwischen Teilnehmern herzustellen.

Für den Nutzung ist es zwar erforderlich zu registrieren, dafür kann eine beliebige E-Mail-Adresse verwendet werden. Optional kann das lokale Adressbuch nach potentiellen “Wire” Kontakten durchsucht werden, was derzeit (“Wire” wurde heute veröffentlicht) aber noch kaum von Erfolg gekrönt sein wird.

Für mich ein wesentliches Argument für “Wire” ist die Tatsache, dass es gemäß europäischer Datenschutzstandards implementiert wurde. Da steckt kein Microsoft (Skype) drin, kein Facebook (WhatsApp) drin und auch die NSA ist durch die implementierte TLS End-to-End Verschlüsselung zumindest sehr stark eingeschränkt was die Einsicht in die Daten betrifft.

Ich würde mir sehr wünschen, dass “Wire” sich rasch verbreitet, vielleicht ergibt sich damit ja eine Möglichkeit endlich WhatsApp zu vermeiden und auf einen neuen, innovativen Messenger umzusteigen.

Homepage von Wire: https://www.wire.com

Corruption Perceptions Index 2014

Der Korruptionswahrnehmungsindex (englisch Corruption Perceptions Index, abgekürzt CPI, kurz auch Korruptionsindex), wird seit 1995 von Transparency International, einer Nichtstaatlichen Organisation, die sich weltweit dem Kampf gegen Korruption widmet, in über 180 Ländern erhoben.

Der CPI gibt dabei die Wahrnehmung von Korruption an. Er listet Länder nach dem Grad auf, in dem dort Korruption bei Amtsträgern und Politikern wahrgenommen wird. Es ist ein zusammengesetzter Index, der sich auf verschiedene Umfragen und Untersuchungen stützt, die von mehr als zehn unabhängigen Institutionen durchgeführt wurden. Es wurden Geschäftsleute sowie Länderanalysten befragt und Umfragen mit Experten im In- und Ausland miteinbezogen. Der Index geht von 0 bis 10, wobei 10 die geringste Wahrnehmung von Korruption anzeigt und somit das bestmögliche Ergebnis ist.

Österreich liegt derzeit auf Platz 23 und hat sich gegenüber 2013 um drei Ränge verbessert. 2006 lag Österreich noch auf Rang zehn, rutschte danach aber beständig ab.

Interaktive Karte: http://media.transparency.org/maps/cpi2014-640.html

Buchtipp – Tunnel durch Raum und Zeit

UnbenanntHeute einmal ein Buchtipp, passt thematisch gut zu meiner kurzen Story über Interstellar und zu meinem Posting über die jüngsten Rückschläge in der Raumfahrt.

Das Buch mit dem etwas sperrigen Namen “Tunnel durch Raum und Zeit: Von Einstein zu Hawking: Schwarze Löcher, Zeitreisen und Überlichtgeschwindigkeit” von Rüdiger Vaas  ist eine der besten Abhandlungen über die aktuelle Astrophysik ohne dabei auf übermäßig viel höhere Mathematik zurückgreifen zu müssen. Sind Zeitreisen möglich? Öffnen Schwarze Löcher den Weg zu anderen Universen? Was gestern noch wie Science-Fiction klang, wird heute von Wissenschaftlern ernsthaft erforscht. Rüdiger Vaas berichtet über die verwegenen Theorien der Vordenker in diesem Bereich: Einstein, Hawking & Co. Er beschreibt die spannende Suche nach der „Weltformel“ und vermittelt die aktuellsten Erkenntnisse über Schwarze Löcher, Zeitschleifen und den Urknall.

Man darf gespannt sein, wohin sich die Wissenschaft weiterentwickelt, theoretisch ist vieles möglich ;-)

CHANGE – Die Revolution geht weiter

In vierjähriger Produktionszeit begleiteten Carl-A. Fechner und sein Team engagierte Prominente, sprachen mit Top-Managern, afrikanischen Müttern, Bankern und ambitionierten Aktivisten auf der ganzen Welt. Das Ergebnis war der Dokumentarfilm DIE 4. REVOLUTION – ENERGY AUTONOMY über den ich an dieser Stelle auch berichtet habe.

Jetzt geht es weiter mit dem Dokumentarfilm „Die 4. Revolution – Energy Autonomy“. er soll die Energiewende von innen zeigen und auch deren praktische Umsetzung.

Jeder Einzelne, jede Familie, jede Institution, hier bei uns und überall auf der Welt kann eine Entscheidung treffen und zu der Verwirklichung der Überlebensstrategie ENERGIEWENDE beitragen. Viele Kommunen sind auf gutem Wege, die Ziele der Bundesregierung bei weitem zu überholen und bereits bis 2030 hundert Prozent Erneuerbare Energien nicht nur für Strom, sondern auch für Wärme und Mobilität zu erreichen.

Hier ein erster Teaser zum dem Film der im Frühjahr 2015 in die heimischen Kinos kommen soll:

Warum ich mit Nationalstolz so überhaupt nichts anfange

Auf die Landschaft, Kultur oder Werte wie die Demokratie und Religionsfreiheit – auf Österreich kann man stolz sein, sagt Integrationsminister Sebastian Kurz (ÖVP). Er präsentierte gemeinsam mit “Integrationsbotschaftern” am Montag die neuen Kampagne “#stolzdrauf”, deren Ziel es ist, das Österreichbewusstsein zu stärken, sowohl bei Migranten als auch bei der Mehrheitsbevölkerung.

Ist es wirklich so wichtig und richtig auf seine Nation stolz zu sein? Mit Stolz assoziiere ich eigentlich eher Hochmut oder Überheblichkeit. Warum sollte ich stolz auf etwas sein, dass jemand anderer geleistet hat? Ich kann mich darüber freuen, ich kann es toll finden, aber warum sollte ich stolz auf mein Land sein? Zumal zum Thema Nationalstolz von Arthur Schopenhauer schon vor rund 200 Jahren alles gesagt wurde:

“Die wohlfeilste Art des Stolzes hingegen ist der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt. Wer bedeutende persönliche Vorzüge besitzt, wird vielmehr die Fehler seiner eigenen Nation, da er sie beständig vor Augen hat, am deutlichsten erkennen. Aber jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört, stolz zu sein. Hieran erholt er sich und ist nun dankbarlich bereit, alle Fehler und Torheiten, die ihr eigen sind, mit Händen und Füßen zu verteidigen.”

Deutschland und Brasilien stellen UN-Resolution für Datenschutz vor

Deutschland und Brasilien haben einen Entwurf für eine rechtlich nicht bindende UN-Resulution entworfen. Darin wird eine Stärkung des Datenschutzes und weniger Überwachung gefordert. Der Entwurf sieht vor, dass biespielsweise keine Metadaten mehr überwacht werden dürfen, z.B.  Angaben zu angerufenen Telefonnummern, Verbindungsdauer von Telefongesprächen oder Nutzungsdauer aufgerufenen Webseiten. Nach Ansicht der Verfasser lässt sich das Speichern derartiger Daten nicht mit dem Recht auf Meinungsfreiheit vereinbaren. Weder Unternehmen noch Geheimdienste sollten solche Daten festhalten dürfen. Die Verfasser regen auch an, dass ein spezieller UN-Beauftragter zu Datenschutzfragen installiert werden soll.

Der Resolutionsentwurf wurde am Dienstag dem für Menschenrechte zuständigen Dritten Komitee der Vereinten Nationen in New York vorgestellt. Dieses will Ende des Monats darüber abstimmen und würde dann im Dezember der Generalversammlung zur Abstimmung vorgelegt. Damit wäre diese Resolution dann verabschiedet – sie wäre aber wie gesagt rechtlich für die Mitgliedstaaten nicht bindend.

Interstellar

o-INTERSTELLAR-TRAILER-facebookEine sakrale Weltraum-Oper, in der große Gefühle wichtiger sind als Special Effects und 3D Animationen. So könnte man Christopher Nolans neues Meisterwerk „Interstellar“ in einem Satz beschreiben. Der Film beschreibt sehr realistisch nicht weniger als den Überlebenskampf der Menschheit, Nolan kombiniert dieses Thema souverän mit einer sehr intimen, aber niemals kitschigen Familiengeschichte. In den letzten 60 Minuten des mit fast drei Stunden überlangen Films dringt Nolan dann in neue, völlig unerwartete Dimensionen vor. Nicht weniger als die Rätsel des Universums werden in Interstellar thematisiert , dabei darf man sich auf sensationelle Bilder und eine sehr emotionale Dramaturgie freuen.

Christopher Nolan bleibt sich auch in „Interstellar“ treu und verzichtet bei dieser Produktion auf den sonst fast obligatorischen 3D-Hammer. Und dreht auf klassischem 35- sowie 70-Millimeter-Film, ergänzt um imposante IMAX-Aufnahmen. Und er lässt den Film von einem sensationellen Soundtrack begleiten.

Interstellar-Monolith-Robot-SaveAm besten gelingt ihm Zusammenspiel von Ideen und Gefühlen beim Umgang mit dem Phänomen des relativen Zeitverlaufs. Während der Hauptdarsteller und seine Team in entfernten Galaxien Stunden verbringen, vergehen auf der Erde Jahrzehnte. Genial umgesetzt das ganze, völlig ohne überflüssige Trickeffekte. Nur in den letzten 20 Minuten verliert der Film ein wenig an Grandiosität, ich persönlich habe aber keine Ahnung wir man den Plot besser beenden hätte sollen. Mehr soll nicht verraten werden :-)

Wer sich mehr über die zugrundeliegenden astronomischen und physikalischen Erklärungen im Film informieren will findet hier eine sehr gute Zusammenfassung. Wobei noch zu erwähnen wäre, dass niemand geringerer als der bekannte Physiker Kip Thorne seine astrophysischen Inputs für den Film für geliefert hat.

Transparenz zu Behördenanfragen

Schild TransparenzBehörden stellen im Rahmen offizieller Untersuchungen manchmal Datenanfragen über Personen. Die überwiegende Mehrheit dieser Anfragen bezieht sich auf strafrechtliche Fälle, wie z. B. Raubüberfälle oder Entführungen. In vielen dieser Fälle beziehen sich die Regierungsanfragen auf allgemeine Nutzerinformationen wie Name und Nutzungsdauer. Andere Anfragen beziehen sich auf Protokolle der IP-Adresse oder tatsächliche Kontoinhalte. Von folgenden nennenswerten Unternehmen habe ich entsprechende Hinweise über Datenanfragen gefunden:

Falls jemand gleichwertige Informationsportale von österreichischen Unternehmen findet bitte ich um Info und werde diese gerne hier ergänzen.

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 519 Followern an