Apple begibt sich auf eine Jungfernfahrt in die Wachstumswelt der sozialen Netzwerke. iTunes mit einer aktiven Basis von über 160 Mio. Kunden ist ein idealer Ausgangspunkt für das Starten von Ping. Die Idee zu einem derartigen Social Network hatte bereits Microsoft, das „Zune Social“ Netzwerk scheiterte aber an fehlenden Teilnehmern. „My Space“ galt lange als das weltgrößte Netzwerk dieser Spezies, musste zuletzt allerdings herbe Rückschläge verkraften. Apple hingegen erfüllt bezogen auf die Konnektivität alle Voraussetzungen, neben der beachtlichen Useranzahl werden mittlerweile auch über 12 Millionen Songs im iTunes Store angeboten.

Ein Soziales Netzwerk ist Ping im Vergleich zu Facebook nur im Ansatz. Der Fokus liegt bei Musik und beim Kauf derselben, der Musikgeschmack kann aber berichtet und von Freunden kommentiert werden. Dies bleibt (derzeit) die einzige Funktion. Nutzer können ausschließlich I-Tunes-Kunden sein. Was das empfindliche Thema Datenschutz angeht, will Apple nach dem Ärger um die Verwendung von Geodaten seiner Nutzer künftig vorsichtiger angehen: So erfordert das neue Portal eine ausdrückliche Zustimmung des Teilnehmers, um von anderen Ping-Nutzern kontaktiert werden zu dürfen, oder um Vorlieben für die Allgemeinheit sichtbar zu machen.

Für Musiker und Bands wird Ping vermutlich ein Muss werden, eine riesige Fanbasis und eine weltweit einzigartige Plattform für das Bewerben der eigenen Alben und Konzerte dürften Grund genug sein. Wo sonst kann man das Sozialverhalten besser analysieren und für die eigenen Zwecke nutzen als inmitten eines eigenen sozialen Netwerkes? Datenschutz hin oder her.

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