Web 2.0 bringt ja fast täglich neue Portale und Webseiten hervor. Manche machen auf den ersten Blick Sinn, manche kann man von Anfang an als unnötig bezeichnen. Einer der Dienste deren Sinn sich mir noch nicht erschlossen hat, ist DailyBooth. Für die einen ist es „the next big thing on the internet“, für die anderen eine neue Möglichkeit, sich zu exhibitionieren und seine Zeit zu verschwenden. Vom Konzept her ist DailyBooth jedoch keine schlechte Idee. DailyBooth bietet die Möglichkeit, Bilder von sich hochzuladen und mit einem Kommentar zu versehen, wobei es keine „Twitter-Beschränkung“ auf 140 Zeichen gibt. Viele Bilder auf DailyBooth stammen von Webcams oder Mobiltelefonen, weshalb Techchrunch bereits mutmaßte, dass das iPhone 4 einzig für DailyBooth gemacht worden wäre. Foto machen, Kommentar dazu schreiben und posten, das ist es.

Im Vordergrund von DailyBooth steht also offensichtlich die Idee, dass man sein eigenes Leben dokumentiert. Auf diesem Gedanken basiert auch das künstlerisches Projekt des New Yorkers Noah Kalina. Kalina hatte sich über sechs Jahre täglich fotografiert und aus den Fotos ein Video zusammengestellt, das auf YouTube große Erfolge feierte. Ist die Nutzung von DailyBooth deswegen schon Kunst?