Er ist zwar nicht für die Todesstrafe, wünscht sich allerdings die Ermordung von Julian Assange. Fox-News-Kommentator Bob Beckel sprach sich in der letzten Ausgabe der Fernsehsendung „Follow the money“ offen für die Beseitigung Assanges aus. „Wem schadet das: den amerikanischen Bürgern. Die Art und Weise, wie man mit dieser Situation umgehen sollte, ist simpel: Wir haben Spezialeinsatzkräfte – ein toter Mann kann keine Sachen veröffentlichen. Dieser Typ ist ein Verräter, ein Verräter, hat jedes Gesetz der USA gebrochen. Der Typ sollte… – und ich bin nicht für die Todesstrafe – ..so ich würde den Hurensohn (illegal) erschießen.“ Zuspruch erhielt Beckel von Analyst Bo Dietl und Kolummnist Joel Mowbray. „Dieser Typ muss weg“, so Dietl.

WikiLeaks wird durch derartige Drohungen sicherlich nicht an Bedeutung verlieren, vor allem scheinen die traditionellen Medienmacher und Angehörigen des Establishments noch immer nicht verstanden zu haben, dass sie WikiLeaks und die Verbreitung der Dokumente nicht verhindern können.

Die offizielle Domain von WikiLeaks (www.wikileaks.org) ist ja derzeit immer wieder nicht erreichbar, weil sie in vorauseilendem Gehorsam von dem Domainprovider blockiert wird. Dies ist bei den IP-Adressen von WikiLeaks aufgrund der spezifischen Eigenschaften des Internets nur bei Vorliegen ganz bestimmter Voraussetzungen und unter erheblichem technischen Aufwand möglich. Zusammen mit der wachsenden Anzahl der Spiegelserver ist es sehr unwahrscheinlich, dass die Verbreitung der Inhalte außerhalb von Regionen wie China dauerhaft gestoppt werden kann.

Die Flutung des Internets mit abgezapften geheimen Dokumenten (bisher nicht so tollen Informationen, wenn man die Aufdeckung der Morde an Zivilisten im Irak ausnimmt) wird alle Regierungen zu mehr Offenheit zwingen. Das kann man zumindest hoffen.